Lehesten. Das erste Augustwochenende lockte wieder viele Besucher auf den Wetzstein zum Altvaterturm. Bei bestem Wetter wurde die Aussicht genossen und sich über die Geschichte der Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg informiert.

Am Sonntagmorgen fand ein katholischer Gottesdienst in der bis auf den letzten Platz gefüllten Elisabethkapelle im Untergeschoss des Turmes statt. Pfarrer Erhard Schupp, selbst auch Mitglied im Altvaterturmverein, hieß die Besucher willkommen. Eine große Abordnung stellte die Altvaterrunde Stuttgart, die mit einem Bus angereist war und den Gottesdienst aktiv mitgestaltete. Der Gottesdienst wurde zu einem wunderbar stärkenden Start in diesen ersten Augustsonntag. Mit Liedern der Deutschen Messe von Franz Schubert, die ein Vereinsmitglied am gestifteten Harmonium begleitete, wurde der traditionell feierliche Rahmen gesetzt. Anwesende anderer Konfessionen waren ebenfalls sehr ergriffen. In den Fürbitten wurde unter anderem auch für die Belebung des Turmes als Gedenk- und Begegnungsstätte gebetet.

Nach dem Gottedienst konnte man sich dann vom Karnevalsverein Lehesten e.V. mit thüringischen Spezialitäten vom Rost stärken lassen. Auch hatte dieser befreundete Verein die Versorgung mit Getränken, Kaffee und Kuchen in der Gaststätte übernommen. Der Altvaterturmverein bedankt sich an dieser Stelle noch einmal für den Einsatz, mit dem die Karnevalisten wichtige Einnahmen für ihre Vereinskasse erzielen konnten, die für die nächste Kampagne dringend benötigt werden. Der Thüringer Waldverein bot an seiner Wetzsteinhütte nachmittags ebenfalls Kaffee und Kuchen an, was von den Besuchern des Altvaterturmes auch rege in Anspruch genommen wurde.

Mehrere Gruppen liesen sich Vorträge zum Turm von Vereinsmitgliedern halten, um den Hintergrund zur Geschichte des Turmes und seinem Anliegen zu erfahren. In vielen Einzelgesprächen ging es auch um die Zukunft, wie sich der Turm weiter im kulturellen und touristischen Leben der Region integrieren lässt. So regte ein Ehepaar aus Saalfeld an, doch die Freilichtbühne für Aufführungen von Laienspielgruppen oder Ähnlichem zu nutzen, ein anderer Besucher sprach die Verkehrssituation an und fragte sich, ob nicht die Zufahrt zum Turm vereinfacht werden könne. Die Vereinsmitglieder haben die Ohren gespitzt und werden versuchen, den Turm weiter mit Leben zu füllen und ihn so noch mehr zu einem festen Bestandteil der regionalen Strukturen zu machen. Dazu freut sich der Verein natürlich auch auf interessierte Mitstreiter aus der Region, die als Mitglied aktiv ihre Ideen mit einbringen.

Auch ohne die 'große Festlösung' hat der Wetzstein mit dem Altvaterturm wieder für gute Unterhaltung und Freizeitgestaltung gesorgt, wofür allen Beteiligten hier noch einmal gedankt sei. Der Altvaterturmverein bemüht sich mit der Unterstützung seiner befreundeten Vereine in Lehesten auch nächstes Jahr am ersten Augustwochenende wieder etwas besonderes auf die Beine zu stellen. Als Vorschlag wurde ein Chortreffen angeregt, um die gute Akustik der Freilichtbühne wiedereinmal richtig nutzen zu können.

 

 Beim 'kleinen Alvaterfest* wurden über 300 Gäste am Wochenende auf dem Wetzstein begrüsst.

Besuchen sie den Altvaterturm. Wir sind für sie von Mittwochs bis Sonntags, 10:00 - 18:00 Uhr und an Feiertagen da. (Die Gaststätte ist zur Zeit leider geschlossen)